SCHÜTZENVEREIN

 

 ONDRUP - WESTERFELDE 1888 e.V.

 

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 Schützenverein Ondrup Westerfelde

              1888 e.V.

Rückblick auf unsere 100-jährige Vereinsgeschichte!

Nach glaubwürdigen Aussagen und schriftlicher Überlieferung unserer Vorfahren hat der Schützenverein Ondrup - Westerfelde schon vor 1888 bestanden. Es wird berichtet, daß die genannten Bauerschaften von Zeit zu Zeit Familien- und Schützenfeste feierten und bei dieser Gelegenheit ihren Schützenkönig ermittelten. Es ist anzunehmen, daß diese Vereinigung und Geschlossenheit aus den alten Wehrgemeinschaften hervorgegangen ist, die in unruhigen Zeiten ihr Hab und Gut zu schützen wußten. Im November 1888 wurde unser Verein als nunmehr fest organisierte Schützengesellschaft erstmals erwähnt. Auf der nächsten Generalversammlung am 25. April 1889 beschloß man die Anschaffung einer Vereinsfahne und ein Schützenfest am 25. und 26. August 1889 zu feiern.

1899

Nach zehnjähriger Pause wurde am 11. Mai 1899 in der Versammlung am Jakobsbrunnen beschlossen, wieder ein Schützenfest zu feiern, und zwar am 27. und 28. August. Es wurden gleich umfangreiche Vorbereitungen getroffen, das Offizierskorps gewählt und das Festprogramm erstellt.

 

1911

Wiederum waren zwölf Jahre vergangen, als in einer Versammlung am 5. Juni 1911 beschlossen wurde, die Schützengesellschafft als Schützenverein Ondrup - Westerfelde amtlich eintragen zu lassen und in demselben Jahr ein Schützenfest zu feiern. Bei der Polizeibehörde Bork wurde um Genehmigung der neuen Statuten und der Schützenfestfeier ersucht. Umfangreiche Protokolle mit interessanten Berichten lassen auf ein Jahr aktiver Vereinsarbeit schließen. Das Schützenfest wurde gefeiert am 27. u. 28. August rund um den Jakobsbrunnen. Der neue Festwirt war Heinrich Woermann (für den inzwischen verstorbenen Wilhelm Heitmann). Neuer König wurde Heinrich Langermann, der sich als Königin Clementine Brosterhues erwählte. Von einem schönen und gelungenen Verlauf des Schützenfestes wird berichtet. Einnahmen von 370,65 M standen 306,70 M an Ausgaben gegenüber. Mit dem Restguthaben zu Gunsten des Vereins von 63,95 M wurde bei der Selmer Spar- und Darlehnskasse ein Konto eingerichtet

 

1928
Wegen Ausbruchs des 1. Weltkrieges am 2. August 1914 konnte ein geplantes Schützenfest nicht stattfinden. Durch die Kriegswirren und die ärmliche Nachkriegszeit wurde am 28. Mai 1928 erstmals wieder am Jakobsbrunnen eine Versammlung einberufen mit folgender
Tagesordnung:

1. Wahlen zum Vorstand

    Es wurden einstimmig gewählt bzw. wiedergewählt:

      1. Vorsitzender Hubert Grosse Holz sen.

      2. Vorsitzender Wilhelm Spinne

     1. Schriftführer Josef Veltmann

     2 . Schriftführer Josef Wichmann

2. Wahl des Beirates

      Bernhard Gärken

      Theodor Böcker

      August Lippelt

      Hugo Balster

      Heinrich Schulte

      Wilhelm Steinberg

3. Beschluß

 An dem Schützenfest des Selmer Bürgerschützenvereins nimmt eine geschlossene Kompanie unter Führung von Hauptmann Heinrich Prott jun., Leutnant Bernhard Gährken und Feldwebel Anton Wulfert teil.

 

1929
Es erfolgte die Wahl der Offiziere und der Fahnenoffiziere. Als Herolde wurden August Blomenkemper und Heinrich lckerrodt gewählt. Aufgrund der wirtschaftlich schlechten Lage wurde mit den Vorständen der 3 Brudervereine abgestimmt, in jedem Jahr ein gemeinsames Schützenfest zu feiern.
Einheitliche Schützenmützen konnten zum Preis von 4,00 M bei
Heinrich Sommer erworben werden. Gewehre aus Holz wurden für 50Pfg. gestellt.
Bernhard Gährken stiftete dem Verein einen Wandschrank, der im
Vereinslokal am Jakobsbrunnen aufgehängt wurde.
Für die Exerzierübung gab der alte König Heinrich 1. Langermann, der die Königswürde 18 Jahre innehatte, je 6 Biermarken aus.
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte das Schützenfest am 2. u. 3. Juni beim Gastwirt Heinrich Wörmann gefeiert werden. Der Königsschuß gelang dem Schriftführer Albert Kohl, der sich Johanna Krevert-Holle als Königin erwählte

 

1934

Der Schützenverein Ondrup - Westerfelde feierte am 26. August 1934 ein Sommerfest. Für die Damen gab es bei der Schützenkönigin Johanna Krevert-HoIIe Kaffee und Kuchen, während die Schützen sich beim Sternschießen vergnügten. Beim anschließenden Tanz flossen die Stunden gemütlichen Beisammenseins schnell dahin. Am 9. September war die Primiz des Priesters Pater Adalhard. Unser Schützenverein beteiligte sich an dem frohen und großen Ereignis bei herrlichem Wetter mit einem langen Reiter- und Radfahrzug. In einem Protokoll wird berichtet, daß die 2. Schützenkette durch den Goldschmied Höhne aus Ascheberg neu aufgearbeitet und verziert wurde. Die erste Schützenkette war der katholischen Kirche von Seim zunächst zur Aufbewahrung übergeben und später ganz überlassen worden. Sie wurde eingeschmolzen und zu einem Weihrauchfaß für die St.-Josephs-Kirche in Selm-Beifang mitverarbeitet.

 

1935
Am 19. Februar 1935 wurde in der Kirchenzeitung die nächste Generalversammlung mit Fastnachtsessen (Preis 75 Pfennig) beim Wirt Georg Motzko angekündigt.
Das nächste Schützenfest sollte am 10. und 11. Juni gefeiert werden. Für den verstorbenen Heinrich Plenter wurde Hermann Fiege zum 1. und Alfons Wißmann zum 2. Kassierer gewählt. Anschließend begann das Schießen um die Königswürde. Die Begeisterung war überaus groß. Den Rest des Vogels holte Hauptmann Heinrich Schulte von der Stange, der sich Maria Langermann zur Königin erkor. Leutnant Anton Wulfert fungierte von nun an als Hauptmann. Nach einem zackigen Parademarsch wurde vor dem Königspaar und den Ehrendamen erstmals der Fahnenschlag von Hermann Fiege und Josef Wulfert nach den Klängen "Herzliebchen mein unterm Regen- dach" der Musikkapelle Bialasik ausgeführt. Der 2. Tag begann um 9.00 Uhr mit einem feierlichen Seelenamt und anschließendem Frühschoppen mit Löhnungsappell. Kurz vor dem Kaffeetrinken der Damen jedoch setzte ein verheerendes Unwetter ein, daß das Zelt zum Einsturz brachte. Das Kaffeetrinken fand deshalb in den Räumen des Festwirtes statt. Fleißige Schützenbrüder und einige Feuerwehrleute unter Leitung von Amtsbaumeister Glaser konnten das Unglück bis zum großen Festball beheben. Das Fest nahm einen stimmungsvollen Verlauf. In den frühen Morgenstunden wurde das Königspaar sicher in Begleitung einiger Festteilnehmer und der Musikkapelle nach Hause gebracht.

 

1936

Auf der Generalversammlung am 14. Januar 1936 wurde eine gerechte Festverteilung unter den 3 Vereinswirten Krevert-Holle, Motzko und Woermann beschlossen. Die jährlich stattfindenden Versammlungen und Veranstaltungen wurden auf Motzko und Krevert-HoIle verteilt. Die Schützenfeste sollten von nun an immer am Jakobsbrunnen stattfinden.

 

1937

Im Jahre 1937 verlangte die Nationalsozialistische Regierung, daß alle Schützenvereine ohne Ausnahmen dem Deutschen Schützenbund angehören müßten, andernfalls sie der Auflösung verfallen würden. Der Schützenverein Ondrup - Westerfeld ist nicht weiter darauf eingegangen. Kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges wurde noch ein Schützenfest nach alter Tradition gefeiert.

 

1939

Das Fest am 25. und 26. Juni 1939 nahm einen würdigen und fröhlichen Verlauf. Noch ahnte niemand, welche schrecklichen Zeiten bevorstanden. Die jüngeren Mitglieder waren bereits zur Wehrmacht und zum Arbeitsdienst eingezogen worden. Während des Krieges schickte der Schützenverein seinen einberufenen Mitgliedern Päckchen an die Front, um ihnen kleine Freuden zu bereiten. Spendenlisten, Feldpostnummern der Soldaten und Dankesschriften befinden sich noch bei den Akten des Vereins. Leider war es vielen Mitgliedern nicht vergönnt, ihre Heimat wiederzusehen. Infolge des im Jahre 1939 ausgebrochenen Zweiten Weltkrieges kam die Vereinstätigkeit weitgehend zum Erliegen.

 

1948

Erst nach der Währungsreform am 17. August 1948 wurde wieder zum n Königsball eingeladen. Das Königspaar von 1939 wurde vom Hof Heinrich Schulte abgeholt und nach dem Fahnen schlag fand ein Kaffeetrinken mit Konzert im Zelt statt.

 

1949

Auf der nächsten Generalversammlung am 18. April 1949 beim Schützenbruder Josef Budde wurde das erste Schützenfest nach dem Kriege auf den 18. und 19. September 1949 festgelegt. Nach Stunden zähen Ringens wurde der Schützenbruder Clemens Veltmann neuer König. Als Clemens 1. erwählte er sich Irmgard Schütter zur Königin.

 

1952
Am 10. Januar 1952 mußte der Schützenverein Abschied nehmen von seinem langjährigen Vorsitzenden Hubert Große-Holz sen., der 41 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte. Zu seinem Nachfolger wurde Hugo Balster sen. auf der Generalversammlung am Ostermontag, dem 14. April 1952 beim Gastwirt Heinrich Krevert-Holle gewählt. (2. Vorsitzender Wilhelm Spinne, 1. Schriftführer blieben Josef Thier und 2. Schriftführer Dr. Wilhelm May,

1. Kassierer blieben Hermann Fiege und 2. Kassierer Alfons Wißmann).

Im selben Jahr wurde die Veltmannsche Kapelle vom Schützenverein "Ondrup - Westerfelde" übernommen. Sogleich fasste man den Entschluß, diese Kapelle zu einer Kriegergedächtniskapelle für die gefallenen und vermißten Soldaten beider Weltkriege der Bauer- schaffen Ondrup und Westerfelde neu zugestalten. Diese Idee fand großen Anklang in allen Schichten der Bevölkerung.

Durch die Spendefreudigkeit und den selbstlosen Einsatz heimatlicher Handwerker strahlte die Kapelle bald in neuem Glanz, so daß am 31. August 1952 die Einweihung erfolgen konnte. Nach einem feierlichen Seelenamt nahm Pastor Rohde die Einweihung in vollem kirchlichen Ornat vor und hielt eine zu Herzen gehende Ansprache. Sodann spielte die Kapelle Bialasik "Wir treten zum Beten". Danach sprach der erste Vorsitzende Hugo Balster und bemerkte unter anderem: "Je weiter wir abrücken von den harten Opferjahren des Krieges, desto mehr versiegen die Tränen und verharschen die Wunden, aber um so größer wird die Gefahr, unsere gefallenen und vermißten Heimatsöhne zu vergessen." Mit dem Lied vom guten Kameraden endete diese eindrucksvolle Feier.

Am Nachmittag versammelten sich die Damen bei Musik und Kaffee, die Schützen beim Sternschießen.

Der Abend endete mit einem gemütlichen Sommerfestball.

 

1953

Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, feierte die Schützenbruderschaff St. Fabian und Sebastian Seim ihr 300-jähriges Bestehen. Dieser Einladung war der Schützenverein Ondrup - Westerfelde in so großer Zahl gefolgt, daß uns der Vorstand des Brudervereins in Anerkennung der treuen Verbundenheit Großes Lob zollte.

Außerdem war man der Meinung, daß im folgenden Jahr wieder ein Schützenfest gefeiert werden sollte.

 

1954

Dieses Fest fand bei strahlendem Sonnenschein am 7. und 8. Juni statt. Nach eifrigem Schießen gelang es gegen 16.30 Uhr dem Schützenbruder Hubert Große-Holz die Königswürde zu erringen. Zur Königin erkor er sich Mathilde Veltmann. Der große Abschlußball endete Pfingstdienstag in Anwesenheit vieler

Gäste und der Majestäten von Selm (August Witthoff-Osterhaus) und Beifang (Theo Frenzer). so Auf der Versammlung am Sonntag, dem 28. November 1954 bei Krevert-Holle gedachte der Vorsitzende Hugo Balster sen. in rührenden Worten der beiden verstorbenen Mitglieder, des 2. Vorsitzenden Wilhelm Spinne und des Ehrenmitgliedes Heinrich Tinkloh.

2. Vorsitzender wurde seine Majestät Hubert 1. (Große-Holz).

Unter anderem wurde beschlossen, daß auch Bewohner der benachbarten Bauernschaft Netteberge aufgenommen werden können.

 

1955

Wegen schlechter Ernte und Witterung im Herbst 1954 wurde der noch fällige Königsball auf den 30. Mai 1955 festgelegt. Bei schönem Wetter und großer Beteiligung verlief der Nachmittag für die Damen und Schützen mit plattdeutschen Vorträgen von Paula Wilkens. Mit dem Fahnenschlag um 19.00 Uh begann der große Festball.


1957

Am 23. und 24. Juni 1957 wurde das Schützenfest erstmals mit Heinrich Rohde als Oberst und Rudi Bohr als Spieß gefeiert. Neuer König wurde Wilhelm 1. (Plogmaker sen.) der sich Frau Paula Scheffer zu Königin erkor.
 

1958

Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der 1100-Jahr-Feier" von Seim. An den Feierlichkeiten vom 13. bis 16. Juni 1958 nahmen alle Vereine fast vollzählig teil. Der Festumzug mit vielen Wagen und Trachten- Gruppen begleitet von 10 Musikkapellen, zog drei Stunden durch die Straßen von Selm.

 

1959

Zum 18. Mai 1959, hat das Königspaar seine Majestät Wilhelm 1. (Plogmaker) und Paula Scheffer zum Königsball eingeladen. Nach dem Kaffeetrinken und einem Preisschießen für die Schützen begann am Abend der große Festball.

 

1960

Das geplante Schützenfest 1960 wurde auf das nächste Jahr verschoben, um an der 225-jährigen Jubelfeier der Bürgerschützengilde Selm-Beifang teilnehmen zu können. Stattdessen fand ein Ausmarsch statt, der mit einem Gedenkgottesdienst, zelebriert von Pater Adalhard Heitmann, und Kranzniederlegung an unserer Gedächtniskapelle begann.

Abends wurde am Jakobsbrunnen gefeiert.

 

1961

Auf dem Schützenfest am 25. und 26. Juni 1961 gelang es mit wohlgezielten Schüssen dem Major Alois 1. (Weissenberg) unter Assistenz seiner Adjutanten den Vogel von der Stange zu holen. Als Königin erkor er sich Frau Mathilde Wacker.

 

1962

Am 27. Mai 1962 feierten König Alois 1. und seine Königin Mathilde ihren Königsball. Nach einem sauber ausgeführten Fahnenschlag von Bernhard Rotert und Heinz Schulte begann um 19.00 Uhr der große Festball, bei dem auch Pfarrer Müller und Kaplan Burghard anwesend waren.

 

1964

Auf zwei Ausmärschen mit Gipsvogelschießen fungierte erstmals Josef Wacker als Hauptmann, für das bevorstehende Schützenfest am 21. und 23. Juni 1964. Nach erbittertem Ringen um die Königswürde, insbesondere zwischen dem Vorsitzenden Hugo Balster sen. und dem neuen König Hubert II. (Prott), gelang es diesem schließlich, die Königswürde zu erlangen. Zu seiner Mitregentin nahm er seine jungvermählte Frau Edelgard. Bei schönem Wetter wurde nach alter Tradition und zu den Klängen der Musikkapelle Walter Junge kräftig gefeiert.

 

1965

Für die Renovierung der Friedenskirche wurde 1965 ein Fenster im Werte von DM 1.000,00 vom Schützenverein Ondrup Westerfelde gestiftet.

 

1966

Zum Ausmarsch am 5. Juni 1966 hatte seine Majestät Hubert II. (Prott) eingeladen. Nach der heil. Messe um 10.30 marschierte der Schützenverein zum Gehöft Fritz Mai, der es sich nicht nehmen ließ, wie immer als Dirigent der Musikkapelle voran zu marschieren. Für das leibliche Wohl sorgte seine Majestät Hubert II. Als Dirigent brachte Fritz Mai stets den Schützenverein Ondrup Westerfelde mit seinem Taktstock sicher an sein Ziel.
 

1967
 Nach zwei vorangegangenen Ausmärschen wurde am 2. und 3. Juli 1967 wieder ein Schützenfest gefeiert. Bei herrlichem Sonnenschein und großer Hitze gelang es dem Major  Josef Brosterhues bei starker Konkurrenz, schließlich den Rest des Vogels von der Stange zu holen. Zu seiner Königin erkor er sich Margret Röllmann. Zum Königball wurde am Sonntag, dem 8. September 1968, eingeladen.
 

1970
Auf dem Schützenfest am 5. und 6. Juli 1970 gelang es dem Schützen- Bruder Wilhelm Spinne (Buxfort) bei herrlichem Wetter mit wohlgezielten Schüssen die Königswürde zu erringen. Als Wilhelm II. nahm er sich seine Nachbarin Mathilde Reher zur Königin.

1972
Der Königsball wurde am 3. September 1972 gefeiert. Die Damen wurden am Nachmittag von der Selmer Landjugend mit Tanzdarbietungen und Musik unterhalten. Die Schützen stellten auf einem neu- gebauten Schießstand ihr Können unter Beweis.

 

1973

Das nächste Schützenfest wurde am 27. und 28. Mai 1973 gefeiert. Schließlich gelang es von 3 ernsten Anwärtern Heinrich Thier den Rest von der Stange zu holen. Nach dem Mono: "Seid nett zu den Nachbarn", nahm er sich seine Nachbarin Gertrud Heitmann zur Königin. In den bewährten Händen von Gertrud Heitmann liegt es über Jahre hinaus unsere Kriegergedächtniskapelle zu allen besonderen Anlässen herzurichten und zu schmücken.

Heinrich IV. und Gertrud 1. feierten ihren Königsball am 9. September


1974
Auf der General Versammlung am 27.04.1974 gab es einen Wechsel im Vorstand. Hugo Balster sen. wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, zum 1. Vorsitzenden wurde Hubert Große-Holz, zum 2. Vorsitzenden Hubert Prott gewählt.

1975
Seit 1938 feierte man erstmals im Jahr 1975 wieder Karneval am Jakobsbrunnen. Ein Ausmarsch am 28. September 1975 zum Schützenbruder Theodor Haschmann klang mit Musik und Tanz aus.

1976
Die Überraschung auf dem Schützenfest am 2. und 3. Mai 1976 gelang dem Nachbarn des amtierenden Königs Heinz Schütter, der mit dem 222. Schuß die Königswürde errang. Auch er nahm sich seine Nachbarin, Hanne 1. (Thier), zur Königin.


1977
Am 29. April 1977 war großer Königsball und am 8. Mai Biwak mit ca. 600 Schützen. Es kamen die Schützen von St. Stephanus Bork von der Bürgerschützengilde Selm-Beifang und der Bruderschaft St. Fabian
und Sebastian Selm im Sternmarsch zum Jakobsbrunnen, um nach der Stadtwerdung von Selm und Bork eine kameradschaftliche Verbundenheit zu bekunden und weil in dem Jahr in beiden Gemeinden kein Schützenfest gefeiert wurde. Es spielten die Kapelle Farwick, der Fanfarenzug der GatzweiIer Brauerei und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Selm. Am 26. November 1977 nahm unser Verein an dem feierlichen Festakt  zur Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Selm teil.

1978

Teilnahme an dem 325-jährigen Bestehen der Feierlichkeiten der Bruderschaft St. Fabian und Sebastian Selm vom 10. bis 12. Juni 1978.

1979
Auf der Generalversammlung am 6. Januar 1979 bedankte sich der Schützenbruder Richard Plenter persönlich für die Wünsche zur Vollendung seines 100. Geburtstages und spendete 1 Hektoliter Bier. Das nächste Schützenfest wurde vorbereitet. Es begann mit einem Rheinischen Stimmungsabend am 28. April um 19.00 Uhr. Es spielte eine Düsseldorfer Tanzkapelle, aufgelockert mit Beiträgen von bekannten Unterhaltungskünstlern aus Funk und Fernsehen. Am 29. April 1979 gelingt Edmund Hörstrup der Meisterschuß. Als seine Majestät Edmund 1. erkor er Walburga Schoeler zur Königin. Der 1. Mai begann mit einem Gottesdienst in der Friedenskirche und endete mit einem großen Festball. Der MGV Seim, die Jagdhornbläser und die Kapelle Farwick sorgten für gute Stimmung.

1980

Zum Königsball luden seine Majestät Edmund 1. und Walburga 1. am

31. Mai 1980 in die festlich geschmückte Halle des Schützenbruders

Theo Haschmann ein. Am Freitag dem 18. Juli 1980, nahmen wir Abschied von unserem geschätzten Ehrenvorsitzenden Hugo Balster.

 

1982

Schützenfest am 10., 12. und 13. Juni 1982. Sein Wunsch ging in Erfüllung, als Stabsarzt Rudi Bohr mit dem 351. Schuß den Rest des sehr lädierten Vogels mit mehreren Schüssen hintereinander, ohne fremde Hilfe, von der Stange holte.
Umjubelt von den Schützen und zahlreichen Anwesenden wurde er als Rudi 1. proklamiert. Zu seiner Mitregentin erwählte er sich Hilde Scheffer. Am Samstag, dem 12. Juni 1982, Kaffeetrinken der Damen mit glänzender Unterhaltung durch Kiepenkerl "Jockel" Schwager und Majestät Rudi. Abends großer Festball mit vielen Gästen. Am Sonntag, dem 13. Juni 1982 fand, nach dem Festgottesdienst und Kranzniederlegung ein Frühschoppen statt, der bis zum Abend dauert. Zum Königsball hatte das Königspaar am Samstag, dem 7. Mai 1983, eingeladen.
 

1985

Das Schützenfest beginnt Fronleichnam (6. Juni 1985) um 13.00 Uhr
ies mit dem Antreten der Schützen und anschließendem Vogelschießen.

Unter den vielen Bewerbern um die Königswürde gelang schließlich
Hugo 1. (Balster) der Königsschuß. Zu seiner Königin erkor er sich
Hedwig 1. (Albers). Ehrendamen wurden Mechthild Balster, Elisabeth Boecker und Adelheid Reher. Am Sonntag, dem 8. Juni 1985, waren ca. 200 Frauen der Einladung zum Kaffe trinken gefolgt, dabei sorgte eine Modenschau für gute Unterhaltung.  Zum großen Festball erschienen viele Verwandte und Freunde des Königspaares sowie Abordnungen von Schützen einiger Nachbarvereine.  Der dritte Tag begann mit einem Gottesdienst. Anschließend legte der

1. Vorsitzende Hubert Große-Holz einen Kranz in der Kriegergedächtniskapelle nieder. Das Schützenfest endete mit einem zünftigen Frühschoppen.

Für den Königsball stellten die Schützenbrüder Clemens und Wilhelm Spinne am 14. Juni 1986 ihre Halle zur Verfügung, in der festlich geschmückt, bei schönem Wetter, der Tag mit vielen Gästen und Marcus Hörstrup als Musikant einen  stimmungsvollen Verlauf nahm.


1987
Im Hinblick auf das Jubiläumsfest 1988 fanden in diesem Jahr drei Ausmärsche statt. Am 16. Juni 1987 um 19.00 Uhr zur Königin Hedwig 1. (Albers), am 12. Juli 1987 um 13.00 Uhr zum Generaloberst Heinrich Rohde und am 20. Sept. 1987 um 10.30 Uhr zur Majestät Hugo 1. (Balster). Diese Ausmärsche waren gut vorbereitet und für das Wohl der Schützen war bestens gesorgt. Ein erstes Kinderschützenfest wurde gleichzeitig auf dem Hof der Majestät Hugo 1. (Balster) gefeiert. Die Kinder unserer Mitglieder schossen, hellauf begeistert, mit der Armbrust auf einen Vogel aus Brotteig. Sarah Schwenken wurde Königin und nahm sich Thorsten Albers zum König.

 

 

Sinn und Zweck unserer Schützenvereine!

Schon seit Jahrhunderten gibt es ein organisiertes Schützenwesen. Die Schützen bildeten eine allgemeine Bürgerabwehr, die Gilden und die Bruderschaften, die auch das kirchliche Brauchtum pflegten. Von besonderer Bedeutung waren die Wehrgemeinschaften in Zeiten großer Not und Gefahr. So gab es im 16. und 17. Jahrhundert jahrelang kriegerische Auseinandersetzungen. Zu erwähnen ist der Niederländische Freiheitskrieg von 1568 bis 1648 und der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648. Landsknechte und sonstige Horden zogen plündernd und brandschatzend durch unser Land und bedrohten unsere Heimat. In diesen schrecklichen Zeiten waren die Schützengilden und Bruderschaften als Selbstschutz unentbehrlich, zumal vom Staat kaum Schutz zu erwarten war. In jüngerer Zeit ist diese Funktion der Schützengesellschaften durch geordneten Staatsschutz weitgehend überflüssig geworden. Unseren Vereinen obliegt es nunmehr, weltliches und kirchliches Brauchtum zu erhalten. Wir wollen Freundschaft und Nachbarschaft pflegen, außerdem sollen Freude und Frohsinn nicht zu kurz kommen. Unsere Vorfahren und die im kriege gefallenen und vermißten Schützenbrüder wollen wir nicht vergessen. Somit haben unsere Schützenvereine eine hohe und verantwortliche Aufgabe zu erfüllen.

 

Zur Bedeutung des Schützenvereins

Brief von Pater Adalhard Heitmann

 zum 100-jährigenVereinsjubiläum

Seit meinem Eintritt in die Benediktinerabtei St. Joseph zu Gerleve, und somit meinem Abschied von der Heimatgemeinde Seim, sind 60 Jahre vergangen. Die Verbindung mit der Heimat, und daher auch mit ihrem Schützenverein Ondrup - Westerfelde blieb lebendig. Bei meiner Heimatprimiz am 9. September 1934, an deren Feier der Verein maßgeblich beteiligt war, wie dies auch von der Feier des Goldenen Priesterjubiläums am 9. September 1984 gilt, wurde ich zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt, zu dessen Veteranen ich gehöre. Der Verein wurde 1888 gegründet und rüstet sich zur Feier des 100. Geburtstags. Da ist es wohl angebracht, über die vergangenen Jahrzehnte nachzudenken, auf unsere Gegenwart einzugehen und nicht zuletzt auf die Zukunft zu blicken. Immer gilt es in einem Schützenverein, wie auch bei anderen Vereinen, grundsätzlich darum, etwas zu schützen, zu pflegen und zu bewahren. Wir leben in Jahren, die gekennzeichnet sind durch die Bestimmung: des Heiles. Aber durch Vieles können die heilen Gegebenheiten gefährdet sein, z. B. durch Menschen und den natürlichen Ablauf der Dinge, die von sich aus der Vergänglichkeit unterworfen sind. Notwendig sind somit Schutzmaßnahmen, bei denen sich der Beschützende verschiedener Mittel bedienen kann. Ein technisches Mittel z. B. ist das Gewehr, das Verteidigung besagt - sich wehren. Gewiß ist es merkwürdig, daß eine Schusswaffe zum Schützen dient und daß der Beschützer zum Schützen wird. Es liegt in der Natur der Menschen, daß sie sich zur Erreichung bestimmter Ziele zu einer Einheit zusammenschließen, zu einem Verein. Daraus ergibt sich: 1. daß Gegebenheiten, die im Einzelleben vergehen würden, vor dem Untergang bewahrt werden. Als eindrucksvolles Beispiel diene uns die Kaldeweysche Kapelle, die, durch das Ableben der Stifterfamilie verwaist, 1952 vom Schützenverein Ondrup - Westerfelde übernommen wurde und jetzt von ihm liebevoll betreut wird, sie ist zugleich der Erinnerung an die Gefallenen gewidmet, deren Namen auf den Gedächtnistafeln in der Kapelle verewigt sind.

2. Das Leben im Verein bewahrt die Vereinten vor bedrückendem Alleinsein, es wird die Geselligkeit gepflegt und Unterschiede werden ausgeglichen. Deutlich wird dies besonders bei der Feier von Schützenfesten, deren Volkstümlichkeit unverwüstlich ist. Bei uns gehört zum Schützenfest die gemeinsame Messfeier, bei der auch die Verstorbenen mit einbezogen werden. Erwähnt sei auch die Pflege des gemeinsamen religiösen Lebens das ganze Jahr hindurch. Wichtig ist die Beachtung der Sonn- und Feiertage. Soll unser Dasein den Reichtum bewahren, der ihm durch den Glauben zukommt, können diese Zeichen religiösen Lebens nicht als etwas Nebensächliches abgetan werden. Der Gedanke an eine Zukunft, die endgültige und die begrenzte in dieser Zeitlichkeit, ist mitbestimmend für die Prägung unseres Lebens in dieser Welt. Uns ist ein Leben in aller Fülle verheißen, daß wir im Angesichte des Todes nicht trauern wie solche, die keine echte Hoffnung haben, uns tröstet die Verheißung des vollen Lebens im der zukünftigen Welt. Unser Glaube ist keine Versicherung gegen Schicksalsschläge, aber er bringt uns auf Distanz zum Schicksal.

Von Herzen wünsche ich dem Schützenverein Ondrup - Westerfelde alles Gute zu weiterem Gedeihen auf unbegrenzte Zeit..

info@schuetzenverein-ondrup-westerfelde.de